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Zur Geschichte des Fachbereichs Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (Renate Faistauer)

Zum Sommersemester 1993 wurde am Institut für Germanistik der erste österreichische Lehrstuhl Deutsch als Fremdsprache mit Hans-Jürgen Krumm als „Studienversuch Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“ eingerichtet und damit das bis dahin nur außerhalb der Universitäten existierende Fachgebiet auch in der universitären Lehre und Forschung etabliert. Während es in Deutschland bereits seit Beginn der Arbeitsmigration erste Lehrstühle, Institute und Studiengänge für DaF gab, hängt die österreichische Gründung mit der Ostöffnung und dem dort entstandenen Bedarf nach einer Modernisierung des Deutschunterrichts und den Kooperationswünschen der Auslandsgermanistik, soweit sie sich als Fremdsprachenphilologie versteht, zusammen.

Die Etablierung des Faches in Österreich kann in bisher vier Phasen eingeteilt werden. Die Anfänge (1993 bis 1998) gelten als „start-up-Phase“, in der die ersten inner- und außeruniversitären Aktivitäten gesetzt wurden, wie die Mitarbeit bei der Etablierung des ÖSD (1995), des Österreich Instituts (1997), eines neuen Ausbildungskonzepts für Auslandlektoren und der Beginn der Auslandspraktika 1995. Dieses Programm wird bis heute vom Wissenschaftsministerium und dem OeAD unterstützt und schickt mittlerweile jährlich etwa 60 Studierende in 50 Länder. Seit dessen  Beginn haben etwa 700 Studierende dieses Praktikum absolviert.

Die zweite Phase von 1999-2005 kann als „Konsolidierungsphase“ von DaF/Z in Österreich gesehen werden. DaF/Z wurde durch die „Übung DaZ“ fester Bestandteil des Germanistik-Studiums, das bis heute äußerst nachgefragte 24-Stunden-Modul als Möglichkeit einen DaF/Z-Schwerpunkt im Studium zu setzen, wurde entwickelt.

Die Periode von 2006-2010 kann als „Verankerung des Faches im Germanistikstudium“ angesehen werden. DaF/Z ist seit damals mit zwei Lehrveranstaltungen (Proseminar+Vorlesung) im Bachelor-Studium Deutsche Philologie vertreten. Darüber hinaus wurde ein Masterstudium DaF/DaZ entwickelt, das im Wintersemester 2008/09 implementiert wurde.

2010 wurde Prof. Inci Dirim als DaZ-Professorin berufen. 2010 wurde der Lehrstuhlinhaber Prof. Hans-Jürgen Krumm emeritiert, Prof. Karen Schramm aus Leipzig trat 2014 seine Nachfolge an. Inhaltlich hat sich auch auf Grund der politischen Situation das Fach (DaF und DaZ) mehr und mehr etabliert, und ist seit 2009 mit damals 29 Studierenden inzwischen zum meist nachgefragten Masterstudium der philologisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät geworden.

Fachbereich Deutsch als
Fremd- und Zweitsprache
Institut für Germanistik
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